Biodiversität und Landnutzung im Grünland

Grünland beherbergt 50% der in Mitteleuropa vorkommenden Pflanzenarten und hat daher eine überragende Bedeutung für die Erhaltung von biologischer Vielfalt (Pflanzen und Tiere) im Kulturlandschaftskontext. Die Verluste an artenreichem Grünland sind bedeutend, Baden-Württemberg ist das Bundesland mit den inb Deutschland noch am artenreichsten ausgeprägten Grünlandbeständen: 20 – 25% des Grünlandes im Bundesland gelten als artenreich (120.000 ha). Davon sind etwa 75.000 als FFH-Grünland erfasst.

Artenreiches Grünland bedarf zu seiner Erhaltung der extensiven Nutzung und repräsentiert damit, wie vielleicht kein anderer Lebensraumtyp, die Schnittstelle zwischen Landnutzung und Erhaltung der biologischen Vielfalt.

Das ILN Südwest kooperiert im Rahmen von Forschungsprojekten zur Erhaltung von artenreichem Grünland seit vielen Jahren mit Landesinstitutionen.

Projekte:
  • Entomologische Untersuchungen von Versuchsflächen zur Aufwertung von  Grünland. Universität Hohenheim/LAZBW (2019 – 2020) 
  • Bonitur von Versuchsflächen zur Wiederherstellung von FFH-Grünland in Dornhan (Lkr. Rottweil) und Bühlertann (Lkr. Schwäbisch Hall). Landwirtschaftliches Zentrum Baden-Württemberg (LAZBW) (seit 2017)
  • Defizitanalyse Natura 2000 im Süddeutschen Raum - Artenreiches Mittleres Grünland  (FFH-LRT 6510 und 6520) - Fallstudien mit Nachkartierungen,  NABU Bundesverband (2012)
Störche suchen auf einer frisch gemähten Wiese nach Nahrung. Im Hintergrund stehen Bäume und fährt ein Traktor mit Mähgerät.
Wildblumen auf einer Wiese mit violetten, gelben und weißen Blüten zwischen hohem grünen Gras.
Eine Heuschrecke sitzt auf einem menschlichen Finger vor einem verschwommenen grünen Hintergrund.